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Stuckleisten anbringen in Regensburg

Wand- und Deckengestaltung mit Stuckleisten:

Das sollten Sie darüber wissen. 

Bildnachweis: Andrii Shablovskyi

Stuckleisten zur Wandgestaltung

Stuckleisten sind eine Zierde für jede Wand. Viele Altbauten sind noch mit historischen Zierleisten und kunstvollen Rosetten geschmückt, die den ehrwürdigen Räumen ein ganz besonderes Ambiente verleihen. Aber auch in Neubauten werden häufig dekorative Stuckleisten zur Wandgestaltung und zur Strukturierung größerer Flächen eingesetzt.

Deckenleisten können einen Raum höher wirken lassen und schaffen einen stilvollen Übergang von der Wand zur Decke. Wasser- und stoßfeste Sockelleisten erfüllen gleich zwei Funktionen: Sie schützen den unteren Wandbereich und bilden einen ansprechenden Abschluss zum Boden hin. Hinzu kommen gestalterische Elemente wie Zierleisten für Dachschrägen, Rosetten, Paneele, Wall Tiles und moderne Wandleisten, die ausdruckslosen Räumen eine individuelle Note verleihen. Besonders interessant wirkt dabei die Kombination von Stuckleisten mit indirekter Beleuchtung.

Was genau sind Stuckleisten?

Stuck wird schon seit der Antike zur ästhetischen Aufwertung von Wänden, Decken, Säulen und Gewölben verwendet. Stuckleisten sind lineare waagerechte Stilelemente, häufig in Form von Friesen oder Halbreliefs. Im Barock verzierten Stuckateure Paläste und öffentliche Gebäude mit opulenten plastischen Ausformungen.

Die Architekten in der Jugendstilzeit setzten eher florale Elemente und Abbildungen aus dem Tierreich zur Dekoration ihrer Gebäude ein. Während bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts kaum noch Stuckornamente verwendet wurden, geht der Trend jetzt wieder in Richtung plastischer Stilelemente zur Raumgestaltung.

Traditionelle und moderne Stuckleisten

Von der Antike bis zum Jugendstil wurde zur Herstellung von Stuck ein Gemisch aus verschiedenen Anteilen von Gips, Sand, Kalk, Wasser und Zement verwendet. Auch heute gibt es Künstler, die aus diesem Gemisch Friese und Halbreliefs per Hand ausformen. Es werden sogar noch fertige Zierleisten aus traditionellem Stuck im Handel angeboten. Sie sind allerdings wesentlich teurer und weniger haltbar als moderne Stuckleisten.

Zeitgemäßer Stuck ist leicht und etwas flexibel – er ist aus Kunststoff gefertigt. Hochwertiger moderner Stuck unterscheidet sich nach dem Anstrich nicht mehr von historischem Stuck. Er hat eine glatte geschlossene Oberfläche und besteht zumeist aus Polyurethan (PUR). Die hitzeempfindlichen offenporigen Stuckleisten aus Styropor (EPS) liegen im unteren Preissegment und sind weniger zu empfehlen. 

Vorteile von modernem Stuck

Traditioneller Stuck ist schwierig anzubringen und bricht leicht. Stuck aus Hartschaum lässt sich einfacher anbringen, ist leicht und haltbar. Auch das Zuschneiden von hochwertigen, modernen Zierleisten stellt kein Problem dar. Stuck aus Polyurethan ist nicht brennbar und verformt sich nicht bei hohen Raumtemperaturen. Fachgerecht gestrichen ist er optisch nicht von historischem Stuck zu unterscheiden.

Hier die Eigenschaften von Stuckleisten aus Polyurethan auf einen Blick:

  • haltbar
  • leichtgewichtig
  • formstabil
  • bedingt flexibel
  • nicht brennbar
  • verrottungsresistent
  • leicht zu verarbeiten
  • optisch gleichwertig mit traditionellem Stuck
Wand mit Stuckleiste
Wand ohne Stuckleiste

Anleitung: Stuckleisten selber anbringen

Geübte Heimwerker können Stuckleisten durchaus selbst anbringen. Allerdings sollten sie dabei einige wichtige Punkte beachten, damit sich der ganze Aufwand auch lohnt.

Gekonnt angebrachte Zierleisten werten einen Raum optisch auf – „irgendwie zusammengeschusterter“ Stuck wirkt aber unecht und schlimmstenfalls billig. Wir haben hier eine kurze Anleitung zusammengestellt, um die häufigsten Fehler beim Stuckleisten anbringen zu vermeiden.

1. Untergrund vorbereiten:

Stuck haftet am besten auf Gipsfaserplatten oder auf Putz. Deshalb sollten Stuckelemente nicht auf Tapeten oder gestrichenen Wänden angebracht werden. Vor der Montage muss der Untergrund frei von Farb- oder Tapetenresten sein. Zur besseren Haftung ist es günstig, wenn die entsprechenden Stellen mit einem Spachtel leicht aufgeraut werden. Anschließend werden die zu beklebenden Wandpartien befeuchtet.

 

2. Stuckleisten schneiden:

Moderne Stuckornamente und Leisten haben in etwa die Festigkeit von Holz. Trotzdem sollte beim Stuck zuschneiden keines der üblichen Sägeblätter für Holz verwendet werden. Das würde unsaubere Schnittkanten verursachen. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung eines feinen Sägeblatts für glatte Schnitte, damit der Ansatz nach dem Überstreichen nicht mehr sichtbar ist.

 

3. Welcher Kleber eignet sich für Stuck?

Stuckelemente aus traditionellen Gipsmischungen werden mit einem speziellen Klebegips angebracht. Damit die schweren Gipsleisten möglichst schnell an der Wand haften, ist die Verarbeitungszeit für den Klebegips sehr kurz. Es dürfen also immer nur kleine Mengen davon angemischt werden – sie härten in Minutenschnelle aus. Synthetische Stuckelemente lassen sich am besten mit spachtelfähigen Montageklebern befestigen.

Diese pastösen Kleber bestehen größtenteils aus Kunststoffdispersionen und härten durch Polymerisation aus. Im Allgemeinen liegt die Verarbeitungszeit dieser Montagekleber bei etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Danach bindet die Masse ab und hält das verklebte Element an seinem Platz. Es dauert aber noch ungefähr 24 Stunden, bis die Endfestigkeit der Verklebung erreicht ist. Wichtig: Die Montage langer Leisten ist wesentlich einfacher mit einem Helfer, der das Stuckelement gemeinsam mit Ihnen so lange in Position hält, bis es sicher an der Wand haftet.

 

4. Stuck streichen:

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf das sachgerechte Streichen der Stuckelemente richten. Mit dem Anstrich steht und fällt der Eindruck, den die Zierelemente hinterlassen. Dabei ist es wichtig, dass sowohl die passende Farbe und Grundierung als auch die entsprechenden Utensilien zum Aufbringen verwendet werden. Zudem ist darauf zu achten, dass der gewählte Farbton mit der Farbe von Wänden und Mobiliar harmoniert. Am besten lassen Sie sich dazu von einem Fachmann beraten, damit sich das Resultat Ihrer Arbeit auch wirklich sehen lassen kann.

Stuckleisten anbringen: Kosten

Traditionelle Leisten aus Gipsgemischen sind relativ teuer. Heutzutage gibt es nicht mehr viel Nachfrage für diese zerbrechlichen und schwergewichtigen Produkte. Deshalb werden weniger davon produziert, was die Preise steigen lässt. Leisten aus Hartschaum sind im Einkauf wesentlich günstiger und noch dazu einfacher zu verarbeiten.

Das schlägt sich auch im Preis nieder, wenn jemand seine Stuckelemente nicht in Eigenregie anbringen möchte. Für Heimwerker liegen die Kosten für das benötigte Material wesentlich höher als für Profis. Das kommt zum einen daher, dass Kleber, Farben oder Grundierung im Baumarkt in kleinen Gebinden verkauft werden – aber auch daher, dass Fachbetriebe ihr Material zu besonderen Konditionen einkaufen.

Wer den Gesamtpreis für alle benötigten Utensilien zur Wandgestaltung mit Stuckelementen ausrechnet, stellt schnell fest, dass die entsprechenden Angebote von Fachbetrieben verhältnismäßig günstig sind. Es lohnt sich kaum, den Aufwand für die Montage der Leisten selbst zu übernehmen – zumal geübte Handwerker in jedem Fall professionellere Ergebnisse erzielen als Heimwerker.

Für das Anbringen, Schleifen, Spachteln und Streichen traditioneller Gipsleisten verlangen Fachbetriebe im Mittel 40 bis 60 € per laufendem Meter. Die Montage moderner Hartschaum-Leisten ist wesentlich günstiger: Hier liegt der übliche Preis bei etwa 20 bis 30 € pro Meter. Natürlich variieren die Kosten je nach gewähltem Gestaltungselement und Anbringungsort. Bodenleisten anzubringen ist beispielsweise weniger Aufwand als die Montage von Deckenleisten.
 

Querschnitt einer Deckenstuckleiste
Querschnitt einer Deckenstuckleiste

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