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Ökologisch - ästhetisch - gesund: Kalkfarbe

auf diese Dinge müssen Sie achten.   

 

 

Bildnachweis:Mario Eduardo KOUFIOS FRAIZ

Was genau ist Kalkfarbe?

Kalkfarbe erfreut sich derzeit zunehmender Beliebtheit. Nicht ohne Grund - vereint sie doch auf ideale Weise die Schönheit natürlicher Farben mit einem gesunden Raumklima. Zusammen mit der einfachen Anwendung und einer natürlichen Optik erweist sie sich als umweltfreundliche Alternative zur Dispersionsfarbe. Denn als rein mineralische Naturfarbe ist sie vollkommen frei von Bioziden, Kunstharzen und organischen Lösungsmitteln.

Traditionell besteht die Farbe aus gelöschtem Kalk (Sumpfkalk) und Wasser. So lässt sie sich entweder selbst mischen oder gebrauchsfertig im Fachhandel erwerben. Nicht selten werden der Farbe zusätzliche Bindemittel und mineralische Pigmente beigefügt mit dem Ziel, Abriebbeständigkeit und Deckkraft zu erhöhen. Beim Kauf sollte deshalb unbedingt auf die inhaltliche Zusammensetzung geachtet werden. So eignet sich der in Kalkkaseinfarbe enthaltene Magerquark eben nicht für jeden Untergrund gleichermaßen gut. Eine qualitativ hochwertige Kalkfarbe sollte wisch- und kreidefest sein.

 

 

Die vielfältigen Vorteile von Kalkfarbe

Ökologische Kalkfarbe schafft ein natürliches und gesundes Raumklima. Die Farbe gilt als hoch diffusionsoffen, atmungsaktiv und besitzt zudem den großen Vorteil, in Innenräumen feuchtigkeitsregulierend zu wirken und dabei gleichzeitig unangenehme Gerüche zu binden. Insbesondere Räume, die tendenziell zu Schimmelbildung neigen, profitieren vom stark alkalischen ph-Wert der Kalkfarbe. Konkret werden Kalkfarben folgende positiven Eigenschaften zugeschrieben:

Ihre Bestandteile machen Kalkfarbe zu einem ökologischen, nachhaltigen und gesunden Produkt. Sie ist atmungsaktiv, unterstützt ein gesundes Wohnklima und ist zudem vollständig biologisch abbaubar. Auch Allergikern garantiert Kalkfarbe absolute Sorgenfreiheit. Denn durch die keimtötende (antiseptische) Wirkung der Naturfarbe erübrigt sich der Einsatz von Konservierungsstoffen. Außerdem gilt Kalkfarbe als bakterienresistent und nicht brennbar. Kein Wunder also, dass die mineralische Naturfarbe derzeit eine Renaissance erlebt und sich steigender Beleibtheit erfreut.

Kalkfarbe begeistert durch ihre natürliche Optik. Im Original zeichnet sie sich durch ein warmes, angenehmes und mattes Weiß aus. Abgetönt wirkt die Naturfarbe an gestrichenen Wänden scheinbar ungleichmäßig und leicht verwaschen. Eine Tatsache, die für viele den besonderen Charme dieser Farbe ausmacht. Hinzu kommt eine inzwischen wachsende Zahl an natürlichen Farbtönen. Zugesetzte Farbpigmente erweitern die Farbauswahl. Wer nun allerdings hofft, dass sich auf diese Weise eine bunte Farbpalette mit sehr kräftigen Farbtönen erzielen ließe, wird enttäuscht. Derzeit ist die Palette an Farben doch relativ überschaubar.

Kalkfarbe lässt sich leicht und schnell verarbeiten und dabei beliebig oft überstreichen. Mehrere Anstriche erhöhen die Deckkraft. Als ein weiterer positiver Aspekt von Kalkfarbe gilt ihre besondere Langlebigkeit. Renovierungsarbeiten gehen durch einfaches Überstreichen schnell von der Hand.

 

 

Bildnachweis: Artjafara

Die Nachteile von Kalkfarbe

Kalkfarbe blickt zurück auf eine lange Tradition. Über Jahrhunderte hinweg boten geweißelte Häuserfassaden verlässlichen Schutz gegen Wind und Wetter. Mit der Erfindung der Dispersionsfarbe rückte die natürliche Farbe mehr und mehr in den Hintergrund. Denn den zahlreichen Vorteilen standen und stehen bis heute durchaus auch Nachteile gegenüber.

So besitzt Kalkfarbe eine nur geringe Abriebfestigkeit. Dies muss allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein, sofern die Wand nicht berührt wird. Auch erweist sich Kalkfarbe als sehr empfindlich gegenüber Verfärbungen. Dann können Stockflecken, Ausblühungen oder Schwefelfraß die unangenehmen Folgen sein. Kommt Feuchtigkeit mit ins Spiel, kann sich der Farbton verändern oder die Farbe transparent werden.

Kalkfarbe ist äußerst temperaturanfällig. Ist es zu kalt, verlängert sich die Abbindezeit. Andererseits dürfen Außenanstriche nicht unter Einwirkung von direktem Sonnenlicht ausgeführt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Farbe so schnell trocknet, dass keine Zeit mehr zum vollständigen Abbinden bleibt. Sprich, der Farbe bleibt nicht ausreichend Zeit, um Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufzunehmen, Wasser abzugeben und so Kalkstein zu bilden.

Um eine gleichmäßige Farbfläche zu erreichen, sind unter Umständen bis zu fünf Farbschichten notwendig. Jede dieser Schichten muss zunächst vollständig abtrocknen, eventuell ist eine vorherige Grundierung notwendig. Eine zufriedenstellende Deckung und Haftung verlangt demnach einen großen Aufwand an Arbeit und Zeit. Für einzelne Räume bleibt der Arbeitsaufwand überschaubar. Mit Blick auf ein ganzes Haus werden die Herausforderungen schon merklich anspruchsvoller. In diesem Zusammenhang gilt es auch zu beachten, dass Kalkfarbe zu flüssig ist, um mit einer herkömmlichen Farbwalze aufgetragen zu werden. Die Verarbeitung von Kalkfarbe verlangt eine sogenannte "Kalkbürste" – auch "Malerbürste" genannt. Wer schon einmal Tapetenkleister aufgetragen hat, weiß um das Gewicht dieser speziellen Bürsten.

Der Vorteil, dass Kalkfarbe mehrmals überstrichen werden kann, gilt nicht für Wände, die bereits tapeziert oder anderweitig gestrichen wurden. Negativer Effekt: Die Kalkfarbe hält nicht und blättert ab. Deshalb gilt es, den Untergrund vor der Bearbeitung zunächst entsprechend vorzubereiten. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass eine einmal gekalkte Wand keine Dispersionsfarbe trägt. Dieser Fall setzt eine möglichst komplette Entfernung der Kalkfarbe voraus. Ist diese hochwertig, genügen eventuell eine Bürste und Spülmittel. Reicht dies nicht aus, kommen Spachtel, Drahtbürste, Schleifgerät oder Hochdruckreiniger zum Einsatz. Im Anschluss daran muss die Wand mithilfe von Tiefengrund auf den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet werden.

Aufgrund des stark alkalischen ph-Wertes ist bei der Verarbeitung von Kalkfarbe das Tragen einer Schutzausrüstung notwendig. Augen, Schleimhäute und Haut könnten sonst aufgrund von Verätzungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch bei der Entfernung von Kalkfarbe ist an Schutzkleidung zu denken, denn eventuell entstehender Staub ist ätzend und kann beim Einatmen die Lunge schädigen.

 

 

Für welche Räume eignet sich Kalkfarbe?

Kalkfarbe schafft ein gesundes Raumklima und ist deshalb für alle Wohnräume ideal geeignet. Als atmungsaktive Naturfarbe trägt sie aktiv zum Feuchtigkeitsaustausch bei. Aus diesem Grund profitieren insbesondere auch Feuchträume von ihrer schimmelhemmenden und antiseptischen Wirkung.

Eine Wohnraumfarbe sollte verschiedensten Ansprüchen genügen. So sollte sie atmungsaktiv und emissionsfrei sein und im Idealfall keine gesundheitsschädlichen Zusatzstoffe beinhalten. Gut ausgewählt tragen ein intensives Weiß oder ein warmer Farbton zum Wohlbefinden aller Bewohner bei. So stellt sich Kalkfarbe als ideale Wandfarbe für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer heraus. Farbpigmente verleihen den Räumen eine moderne, individuelle und stilvolle Note. Wegen des möglichen Abriebs sollte die Verwendung von Kalkfarbe in viel genutzten Fluren und Eingangsbereichen wohl überdacht sein.

Feuchträumen kommen folgende Eigenschaften von Kalkfarbe zugute: Sie ist atmungsaktiv, hoch diffusionsfähig, wasserfest, schimmelhemmend und lange haltbar. Bei Problemen mit Schimmel in Küche, Badezimmer und Keller ist Kalkfarbe deshalb die geeignete Wahl. Mit der richtigen Farbwahl kommen auch ästhetische Ansprüche nicht zu kurz. Schließlich gehören auch Küche und Bad zu den Wohlfühlorten. Auch für Garagen, Dachböden und Ställe ist Kalkfarbe gut geeignet. Allerdings gilt zu beachten, dass Eisennägel in den Wänden zur Entstehung von Stockflecken beitragen können.

 

 

Bildnachweis: deepblue4you

Mit Kalkfarbe streichen - Gewusst wie!

Wände mit Kalkfarbe zu streichen erfordert andere Arbeitsschritte als das gewohnte Streichen mit Dispersionsfarbe. Für ideale Ergebnisse sollte Kalkfarbe nur bei Temperaturen zwischen sieben und 30 Grad Celsius und relativ hoher Luftfeuchte angewendet werden. Benötigt werden Kalkfarbe, Wasser, Sprühflasche, Schwamm und eine Kalk- bzw. Malerbürste.

Im ersten Schritt gilt es zunächst den Untergrund so vorzubereiten, dass die Kalkfarbe auch wirklich darauf halten kann. Sollte die Wand vor dem Streichen nicht ausreichend feucht sein, kann sie mit einem Schwamm leicht vorgenässt werden. Danach wird die Farbe kräftig umgerührt. Auch während des Streichens empfiehlt sich ab und an vorsichtiges Rühren, um ein Absetzen der Farbpigmente zu verhindern.

Nun kann verdünnte Kalkfarbe als Grundierung gründlich mit einer Bürste in die Wand eingearbeitet werden. Mithilfe lockerer Bürstenstriche wird anschließend die Kalkfarbe - dieses Mal auch unverdünnt - in unveränderten Mustern wie Kreuzen, Diagonalen oder Kreisen aufgetragen. Wie viele Farbschichten es sein sollen, entscheidet der Geschmack des Handwerkers. Er entscheidet auch über den Grad der Verdünnung. Sollte die Farbe zu schnell trocknen, hilft Wasser aus der Sprühflasche. Wichtig ist, dass die nächste Schicht erst dann aufgetragen wird, wenn die vorherige komplett abgetrocknet ist. Hierfür sollte mindestens ein ganzer Tag eingeplant werden. Nach dem Trocknen kann dann auch die Deckkraft der Farbe richtig eingeschätzt werden.

 

 

Lassen sich Holzmöbel mit Kalkfarbe streichen?

Holz ist als Untergrund für Kalkfarbe weniger gut geeignet. Selbst aufwendiges Schleifen und eine gründliche Vorbereitung des Untergrundes garantieren keine verlässlichen Ergebnisse. Fachleute empfehlen deshalb anstelle von Kalkfarbe die Verwendung von Kreidefarben. Auch sie enthalten Kalk, haften jedoch auf verschiedensten Untergründen. Zudem sind sie dicker, leichter zu verarbeiten und sorgen für sehr viel schönere und gleichmäßigere Ergebnisse.

Für das Streichen von Holzdecken ist Kalk-Kaseinfarbe eine geeignete Alternative. Kasein dient dabei als Bindemittel, das dafür sorgt, dass die Farbe besser auf dem Holz haften bleibt.

 

 

Kalkfarbe günstig selbst herstellen

Die Einfachheit ihrer Zutaten erleichtert die Herstellung von Kalkfarbe. Löschkalk ist der Hauptbestandteil. Kommt Wasser im vorgegebenen Mischverhältnis hinzu, ist die Kalkfarbe bereits fertig. Mit der Beigabe von Farbpigmenten lässt sich selbst der gewünschte Farbton ohne großen Aufwand mischen. Salz, Quark oder Leinöl sorgen für Wischfestigkeit. Mit großem Gefäß, Bohrquirl und Schutzausrüstung hält sich auch der Materialaufwand in überschaubaren Grenzen.

 

 

Zusammenfassung

Kalkfarbe ist ein Produkt, das Räumen mehr als nur einen Hauch von Farbe und Stil verleiht. Kalkfarbe ist ein ökologisches Bioprodukt, das Rücksicht auf die Gesundheit aller Bewohner nimmt und gleichzeitig deren Lebensgefühl zu verbessern mag. Sie ist sowohl klassisch als auch modern, entspricht sie doch einem Lebensstil, der mehr und mehr von Rücksichtnahme auf Ressourcen und Nachhaltigkeit geprägt ist.

Kalkfarbe wirkt antibakteriell und feuchtigkeitsregulierend und sagt auf dieser Basis Schimmel und Bakterien den Kampf an. Zudem ist sie in der Lage, das Raumklima auf natürliche Weise zu verbessern. Grund genug also, sich vor einer anstehenden Renovierung einmal mit dieser so besonderen Wandfarbe zu befassen.

Auch Silikatfarben und Lehmfarben erschaffen schöne Wandoberflächen, sind nachhaltig und bieten gesundes Wohnen. Zusammen mit Kalkfarben stellen sie sich als überzeugende Alternativen zur Verwendung von Dispersionsfarbe heraus. 

 

 

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