Tipps für die Innenraumgestaltung

25.3.2021

Tipps für die Innenraumgestaltung

Vorhang auf, für die eigenen vier Wände.

Den eigenen Wohntraum verwirklichen

Indem Sie individuell auf die Beschaffenheit Ihrer Räume achten, erzeugen Sie mit modischem Gespür, Kreativität und ein wenig technischem Know- How etwas viel Besseres als einen Abklatsch einer Promi-Wohnung: Ihren eigenen Wohntraum.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, die Potenziale und Herausforderungen Ihrer Räume für die Innenraumgestaltung zu erkennen und mithilfe von Farben, Tapeten, Stoffen und Möbeln ein wohnliches Zuhause schaffen, eine kleine Welt für Sie, die Sie nicht die Welt kostet.


Kleine dunkle Räume optisch vergrößern

Um zu identifizieren, wie einem kleinen Raum zu mehr optischer Größe verholfen werden kann, ist zunächst zu klären, ob es dem Raum an Fläche oder Höhe mangelt, oder ob lediglich mangelnder Lichteinfall den Eindruck erweckt. In manchen Fällen ist der Raum sowohl kurz als auch schmal und niedrig, vielleicht zusätzlich noch fensterlos. Sind die Eigenschaften dieses Raumes auch von vornherein ungünstig, können Sie dennoch gegen all diese Parameter etwas unternehmen.

Wie die Wände die Wirkung des Raums beeinflussen

In einem ersten Schritt können Sie sich den Wänden widmen. Es geht eine enorme Wirkung von hellen, freundlichen Wänden aus. Selbst wenn die Wände bereits grundsätzlich weiß waren, sie aber mit der Zeit ein wenig ergraut sind, ist der Effekt eines Neuanstriches immens.

Es muss nicht zwingend strahlendes Weiß sein. Sollte es nicht ins Raumkonzept passen, allen vier Wänden einen farbigen Anstrich zu verpassen, kann beispielsweise eine einzelne Wand in einem hellen, sonnigen Gelb oder zartestem Blau dem Raum zu mehr Helligkeit verhelfen.

Damit ändern Sie zwar nichts an der Fläche oder Höhe des Raumes, er erscheint aber um ein Vielfaches geräumiger und weniger bedrückend. Ist Ihnen das aber nicht kreativ genug, können Sie sich im Netz Inspirationen holen und einen Überblick verschaffen, wie breitgefächert das Angebot an zur Auswahl stehenden hellen Farben ist, die Ihre Räume aufleben lassen.

Styling für die Wand: Tapetenvariationen und ihre Wirkung

Nach einem ähnlichen Prinzip, wie mit Wandfarben können Sie auch Tapeten einsetzen, um den Raum größer wirken zu lassen. Dezente, helle Muster auf dezentem Hintergrund schaffen Weite. Der Raum erscheint sowohl höher als auch länger und breiter. Der Trend geht weg von vollkommen tapezierten Räumen, hin zu einzelnen Tapeten-Wänden, wobei das Muster entscheidend ist. Wer sich hier unsicher ist, kann sich auch ein wenig daran orientieren, was bei der Kleidung gilt. Überlegen Sie, was Längs- und Querstreifen, große Paisley-Muster oder dezente Ornamente auf der Kleidung mit Ihrem Körper machen.

Sie können auch das Anbringen von Fototapeten in Erwägung ziehen, sollten dabei aber darauf achten, dass sie nicht zu viel Unruhe in den Raum bringen. Neben einzelnen Wandstickern, die Ihrem Interieur eine individuelle Note verleihen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Motiven, die wie Fenster in eine andere Welt den Raum künstlich erweitern. Alternativ können Sie auch auf einen Spiegel zurückgreifen, der den Raum „verdoppelt“.

Das Thema Farben spielt auch in textiler Hinsicht eine große Rolle. Wirklich wohnlich wird ein Raum erst, wenn Sie mit Stoffen Ambiente schaffen. Für die Vorhang- und Teppichwahl gelten dieselben Prinzipien wie bereits bei den Wänden, jedoch dürfen Sie hier mehr wagen. Der größte Effekt geht von einfarbigen Stoffen aus, aber das kann auch langweilig wirken.

Entscheidend ist hier die Kombination von Wandfarben oder Tapetenmuster und Vorhang- bzw. Teppichmodell. Haben Sie sich für unifarben Wände entschieden, sind gemusterte Vorhänge ein Gewinn für den Raum. Sind jedoch bereits die Wände stark gemustert, sollten die Vorhänge dezenter gehalten sein. Vorsicht ist vor allem bei Mustermix geboten, der einen Raum schnell optisch schrumpft.

Tapetenvariation im Wohnzimmer

Große Räume heimeliger machen

Während bei manchen Räumen der Fokus darauf gelegt wird, sie optisch zu vergrößern, wirken andere Räume aufgrund der Größe geradezu leer. In diesen Fällen empfiehlt es sich, die oben genannten Tipps umzukehren. Spielen Sie mit schreienden Farben und großen Mustern, die einen Raum schnell kleiner wirken lassen. Sehr effektiv ist in dieser Hinsicht auch eine farblich markante Decke. Es kann bereits helfen, die Wände ein wenig zu tönen, tendenziell eher in Richtung der warmen Farben.

Neben dem Einsatz von Farben wirken auch Raumteiler wahre Wunder, wenn es darum geht den Raum gemütlicher zu machen und zugleich Platz für Möbel zu schaffen. Dabei können sowohl Möbel wie Regale, Kästen und Sofas, als auch Pflanzen oder eher offene Möbel als Raumteiler fungieren. Hochwertige und moderne Tisch werden, in der Mitte des Zimmers platziert, zum Eyecatcher.

Ums Eck gedacht: was tun bei komplizierten Raumformaten?

Die wenigsten Räume in gekauften Häusern und Wohnungen sind rechteckig, wodurch das gleichmäßige Platzieren von Möbeln ebenso erschwert wird, wie das Schaffen eines einheitlichen Wohnkonzeptes. Es gibt ein paar Tipps, wie man selbst in Räume mit unvorteilhaften Formen Gemütlichkeit bringen kann. Ein erster Schritt sind bereits Sockelleisten, die dem Raum einen durchgängigen Aspekt verleihen.

Auch indem man zwei ums Eck liegende Wände in derselben Farbe streicht, oder sie mit derselben Tapete ausstattet, schafft man ein stimmiges Bild. Essenziell dafür, dass ein Raum einheitlich wirkt ist, dass man die Vorhänge an allen Fenstern aufeinander abstimmt. Auch einheitliche Teppiche helfen. Möchten Sie gezielt damit spielen, dass hinter der Ecke ein neuer Raum beginnt, können Sie die genannten Tipps ins Gegenteil verkehren und unterschiedliche Farben, Stoffe und Muster zum Einsatz bringen.

Wanddekoration bei schwierigen Ecken

Wach werden, Ruhe finden: individuelle Farbgestaltung für alle Räume

Abgesehen von individuellen Lieblingsfarben, die in uns besondere Gefühle und Stimmungen auslösen, hat jede Farbe, jede Nuance eine einzigartige Auswirkung auf das Wohlbefinden. Diese Wirkung lässt sich nutzen, um die für den Raum adäquate Atmosphäre zu schaffen. Soll der Wohnraum aktivierend wirken, greifen Sie am besten zu fröhlichen Farben wie Gelb, Hellgrün oder Rosa.

Soll es ein beruhigender Ort der Gemütlichkeit sein, bieten sich helle Brauntöne an. Vermeiden sollte man, den Raum mit schreienden Farben wie sattem Orange und Rot zu überladen, da dies bedrückend wirken kann. Auch mit zu kräftigem Blau sollten Sie im Wohnzimmer vorsichtig umgehen, wenn Sie vermeiden möchten, dass der Raum kalt wirkt.

Im Schlafzimmer wiederum kann Blau stimmungsvolle Ruhe ausstrahlen. Es gilt auch hier, nicht alle Wände blau zu streichen, jedoch können Tapeten mit blauen Elementen und einzelne blaue oder bläuliche Wände, auch die Decke, ein schlafförderndes Ambiente schaffen. Sie verhindern, dass der Raum kalt wirkt, indem Sie diesem Effekt gezielt mit Stoffen, also Vorhängen, Teppichen und Bettdecken entgegenwirken.

Alternativ zum Blau-Trend können Sie das Schlaf- oder Wohnzimmer auch mit einer Kombination aus Fototapete und Farbe in einen Naturraum, wie etwa einen Wald, eine Blumenwiese oder eine Seelandschaft verwandeln. Achten Sie darauf, einen kleinen Raum nicht zu überladen. Seien Sie hier bedacht mit Raumdekorationen.

Produktive Einrichtung: das richtige Ambiente fürs Büro und Home- Office

In den letzten Jahren ist bei vielen der Arbeitsplatz ins Eigenheim verlegt worden. Um dennoch Arbeit und Freizeit gut voneinander abgrenzen zu können, muss auch zu Hause ein Ort geschaffen werden, an dem das effiziente Arbeiten gut gelingen kann und in dem man nicht von Ablenkungen gestört wird.

Um sich einen Platz zu gestalten, an dem ungehinderte Konzentration möglich ist, bedarf es für Personen die sich einen Haushalt mit anderen teilen, bedarf es eines vom Wohnbereich getrennten Raumes. Was kann die Raumatmosphäre für unsere Konzentration tun? Eine Menge! Zum einen können wir unsere Stimmung mit der Wandfarbe beeinflussen.

Es gilt auch hier nicht alle Wände farbig zu gestalten, da das beengend wirken kann. Einzelne farblich ansprechende Wände, etwa in Indigo, Hellblau oder -Grün können der Konzentration aber förderlich sein. Achten Sie darauf, nicht zu viele Muster einzusetzen, denn das schafft Ablenkung. Gegen ruhige Muster hingegen ist nichts einzuwenden.

Auch zu gemütlich sollte es nicht sein. Ein Ambiente, das zum Entspannen einlädt, ist der Konzentration nicht förderlich. Das heißt aber nicht, dass Sie sich in einen ungemütlichen, freudlosen Raum einnisten sollten, um zu arbeiten. Gestalten Sie den Raum ansprechend und motivierend, vielleicht finden Sie einen Spruch, der Sie als Wandtattoo motiviert und den Raum aufwertet.

Das Büro sollte Ihr Kreativort sein, dabei aber nicht mit so vielen Accessoires ausgeschmückt werden, dass Reizüberflutung droht, weshalb Pflanzen in jeder Hinsicht eine gute Idee sind. Ihr sattes Grün entspannt die Augen und gleichzeitig verbessern sie die Luft. Achten Sie auf eine gute Lichtquelle, die Ihrem Arbeiten zuträglich ist.

Kinderzimmer


Kunterbunte Welt im Kinderzimmer

Selbst wenn Ihr Zuhause vom Keller bis zum Dachboden den Trends der Mode folgt: Im Kinderzimmer dürfen ausgeflippte Farbkleckse sein. Gleichgültig, ob Ihr Kind von einem pinken Wolkenschloss träumt oder Drachen im Zimmer herumfliegen sollen, im Kinderzimmer sollte diese Vorstellung, ausgelebt werden dürfen. Achten Sie aber darauf, dass es im Schlafraum Ihres Kindes nicht zu einer Reizüberflutung kommt.

Sowohl zu starke Farbe als auch sehr markante Figuren und Motive sollten gezielt eingesetzt werden, damit Ihr Kind in dem Zimmer zur Ruhe kommen kann. Gerade was Motive für Kinder betrifft, sind eine Vielzahl von entzückenden Stoffen und Teppichen erhältlich, die in Kombination mit einzelnen farbigen Wänden eine förderliche Umgebung für die Entwicklung des Kindes sein können.

Beruhigende maritime Symbole, Tiere und Elemente aus diversen Themengebieten, die Kinder faszinieren, wie Märchen, Piraten und der Weltraum werden auf Stoffen zurzeit gerne abgebildet, als hätte sie eine Kinderhand gezeichnet. Diese Designs sind bei Kindern sehr beliebt. Kinder lieben es auch, wenn Wandsticker durch Farbe an den Wänden zur Geltung gebracht werden, wie etwa das Motiv eines Segelschiffchens mit aufgemalten blauen Wellen.

Wohnliche Trends: die Trendwandfarben des Jahres

Obgleich es die Anordnung, Form und Lage der Räume notwendig macht - um sie individuell einzurichten, kann ein Blick auf die ausgewählten Trendfarben des Jahres nicht schaden. Nicht selten hat es einen Grund, warum namhafte Interieur-Designer zurzeit vermehrt auf gewisse Farben vertrauen, da von diesen eine gewisse Stimmung ausgeht. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen harmonischer hell-dunkel Kombinationen, wobei vor allem dunkles, mystisches Indigoblau in Kombination mit zartem Hellrosa oder Beige beliebt ist. Diese beruhigenden Farb-Duette lassen jeden Wohnraum modern wirken und machen sich hervorragend mit Dekoartikeln aus Naturmaterialien und Ornamenten.

Außerdem ist warmes Braun, kombiniert mit Pastell-Tönen im Trend. Ebenso wie das Nebeneinander von Grau und Dunkelgrün und der ewige Klassiker Schwarz-Weiß, der uns sowohl in Form von Streifen, als auch als Ornament und im Ethno-Style begegnet.

Dieser harmonischen Trendlinie steht der Industrial style gegenüber, der sich durch Purismus, klare Formen und gerade Linien auszeichnet. Für diesen Einrichtungstyp sind Beton-und Ziegelwände charakteristisch, sowie Möbel ohne romantische Rundungen. Beliebt sind Eisen-und Metallelemente, oft in Kombination mit Holz. Auch wenn das Design puristisch ist, empfiehlt es sich, den Bodenbelag, sowie gegebenenfalls die Wand- und Möbeloberflächen mit adäquaten Mitteln zu pflegen und schützen.

Das eigene Heim als stylischer Wohlfühlort

Mit diesen Tipps und den nötigen Utensilien wie Farben und Tapeten ausgestattet, können Sie nun selbst ans Werk gehen und Ihren Wohlfühltempel so ausstatten, dass jeder Instagram-Blogger grün vor Neid wird.Innenraumgestaltung ist ein Prozess und umso mehr Persönlichkeit Sie in Ihr Projekt stecken, desto mehr wird Ihr zu Hause zum lebenslangen Projekt.