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Fassadensanierung - Dämmung

Beilage Bauen und Wohnen - Mittelbayerische Zeitung vom 21.10.16


Deutsche Umwelthilfe Gebäudesanierung Teil 1

Im Original:

www.alligator.de/doc/doc_download.cfm

Stand: 14. November 2013
Energetische Gebäudesanierung –
Wider die falschen Mythen

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. will mit diesem
Argumentationspapier mit den wichtigsten Vorurteilen
gegen die energetische Gebäudesanierung aufräumen
und dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen.
Mythen der energetischen Gebäudesanierung

Energetische Gebäudesanierung –
Wider die falschen Mythen

Die energetische Gebäudesanierung gehört zu den
zentralen Stellschrauben der Energiewende. Der Gebäudebereich
allein ist in Deutschland verantwortlich
für rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und für
etwa ein Drittel der CO2-Emissionen. Der mit Abstand
größte Anteil des Energieverbrauchs von Gebäuden
entfällt auf die Wärmeversorgung, also auf Raumwärme
und Warmwasserbereitung. Gleichzeitig sind
die Potenziale zur Energie- und CO2-Einsparung im
Wärmebereich so groß wie fast nirgendwo sonst. Um
die Klimaschutzziele, die sich Deutschland gesetzt
hat, zu erfüllen, müssen diese Potenziale, über die oft
nur geredet wird, endlich auch gehoben werden. Dazu
gilt es, die Sanierungsrate bestehender Gebäude auf
mindestens zwei Prozent pro Jahr zu steigern. Aktuell
liegt sie bei weniger als der Hälfte, mit zum Teil weiter
sinkender Tendenz.
Damit sich das ändert, muss die Thematik in Politik
und Medien, unter Hauseigentümern und Mietern
anders wahrgenommen werden als bisher. Wer sich
heute zur energetischen Gebäudesanierung äußert,
verbreitet in aller Regel schlechte Nachrichten. Es
wird zu oft zu negativ, zu undifferenziert und zu populistisch
berichtet. Argumente, die längst widerlegt
sind, werden wieder und wieder gegen die energetische
Gebäudesanierung ins Feld geführt. Im Ergebnis
hat die energetische Sanierung – eine nach dem Urteil
aller Experten unverzichtbare Option für das Gelingen
der Energiewende – in Deutschland einen bestenfalls
zwiespältigen Ruf.
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) will mit diesem
Argumentationspapier mit den wichtigsten Vorurteilen
gegen die energetische Gebäudesanierung aufräumen
und dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen.


Mythos 1: „Sanierungsmaßnahmen lohnen sich nicht.“

Ein weit verbreitetes Vorurteil über die energetische
Sanierung von Gebäuden besagt, dass sie sich nicht
rechnet. Natürlich kostet jede energetische Ertüchtigung
eines alten Gebäudes erst einmal Geld. Wie viel,
hängt vom konkreten Gebäude ab, von seiner Größe,
seiner allgemeinen Beschaffenheit sowie den gewählten
Techniken, Materialien usw. Eine allgemeingültige
Einschätzung des Verhältnisses anfänglicher Investitionskosten
zu zukünftigen Energieeinsparungen lässt
sich deshalb ehrlicherweise nur im Einzelfall abgeben.
Aber: Durch eine energetische Sanierung steigt nicht
nur der Wert der Immobilie. Auf der anderen Seite
kommt gerade der Verzicht auf eine energetische Gebäudesanierung
teuer. Denn statt für die Einsparung
von Energie muss dieses Geld dann Jahr für Jahr für
den Kauf von Energie bzw. fossilen Brennstoffen wie
Heizöl und Erdgas aufgewendet werden. Und die werden
immer teurer. Für eine ehrliche Debatte über die
Wirtschaftlichkeit energetischer Gebäudesanierungen
ist eine differenzierte Kostenbetrachtung unerlässlich.
Zu unterscheiden ist nämlich zwischen den Kosten, die
in den kommenden vierzig Jahren in jedem Fall für Instandhaltung
und Instandsetzung anfallen („Ohnehin-
Kosten“), und den durch Energieeinsparmaßnahmen
verursachten Mehrkosten (energiebedingte Mehrkosten).
Stellt man diesen Kosten die langfristigen Einsparungen
bei den Energiekosten gegenüber, zeigt sich
die Wirtschaftlichkeit der Sanierungsmaßnahmen. Eine
von der KfW bei Prognos in Auftrag gegebene Studie
kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die durch die
energetische Sanierung vermiedenen Energiekosten
nicht nur die energiebedingten Mehrkosten, sondern
darüber hinaus auch die Hälfte der ohnehin, also für
andere Maßnahmen, anfallenden Sanierungskosten
decken. Energetische Sanierungsmaßnahmen erwirtschaften
also sogar einen Teil der „Ohnehin-Kosten“
und lohnen sich daher doppelt.
Mythen der energetischen Gebäudesanierung

Mythos 2: „Energetische Gebäudesanierung macht Mieter arm.“
„Arm durch Gebäudesanierung“, so oder ähnlich titeln
die Zeitungen immer wieder und schrecken so Mieter
auf und verunsichern sie, wenn entsprechende Maßnahmen
geplant sind. Fakt ist jedoch: Durch Nichtstun
werden die Kosten für Heizung und Warmwasser wegen
der weiter steigenden Energiepreise für die Mieter zu
einer immer höheren „zweiten Miete“. Die Schere zwischen
den Heizkosten einerseits und der durchschnittlichen
Entwicklung der Einkommen andererseits öffnet
sich weiter. Mit einer fachgerecht durchgeführten
energetischen Sanierung ihrer Wohnungen profitieren
die Mieter dagegen dauerhaft von geringen, jedenfalls
geringeren Heizkosten, das Risiko künftiger Energiepreissteigerungen
wird reduziert. Darüber hinaus schaffen
energetische Gebäudesanierungen für die in den
Gebäuden lebenden Mieter unmittelbar ein besseres,
gesünderes und behaglicheres Wohnklima. Es ist also
im Interesse von Mietern, in energetisch wertvollen
Wohnungen zu leben. Allerdings muss die Politik für die
Aufteilung der Sanierungskosten zwischen Vermieter
und Mieter sozial ausgewogene Rahmenbedingungen
schaffen. Die durch Energieeinsparmaßnahmen zunächst
verursachten Mehrkosten rechnen sich – eine
moderate Kostenumlage vorausgesetzt – ohnehin, und
zwar sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter.


Mythos 3: „Wärmedämmung ist brandgefährlich.“
In Deutschland gelten strenge Brandschutzvorschriften,
selbstverständlich auch für wärmegedämmte
Fassaden. Trotzdem wurden in den Medien in der Vergangenheit
Brandfälle auf die verwendete Wärmedämmung
zurückgeführt. Leider blieben die Besonderheiten
solcher Einzelfälle regelmäßig unerwähnt, ebenso die
tatsächlichen Ursachen der Brände. So waren beispielsweise
bei einem in Frankfurt a. M. bekannt gewordenen
Fall unmittelbar an der Fassade gelagerte Baumaterialien
in Brand geraten. Das Wärmedämmverbundsystem
war noch nicht vollständig verputzt. Beide Umstände
zusammen führten dazu, dass die Flammen des außerhalb
des Gebäudes entstandenen Feuers direkt auf
das Dämmmaterial wirkten und die Brandriegel überspringen
konnten. Damit so etwas nach der Fertigstellung
einer Sanierung ausgeschlossen werden kann,
sind abhängig von den Dämmstoffdicken fachgerechte
Brandschutzmaßnahmen vorgeschrieben (zum Beispiel
so genannte Brandriegel oder Sturzschutz). Werden
Dämmmaßnahmen professionell und unter Beachtung
der geltenden Brandschutzbestimmungen ausgeführt,
besteht also gerade keine erhöhte Brandgefahr. Im
Gegenteil: Die Verwendung zugelassener Materialien
und der sachgerechte Einbau der Wärmedämmung
sind wichtige Elemente zum Brandschutz und tragen
zur Feuersicherheit bei.


Mythos 4: „Sanierungsmaßnahmen fördern Schimmelpilzbildung.“
Sind Maßnahmen zur energetischen Sanierung – insbesondere
die Dämmung der Gebäudeaußenwände und
der Austausch von Fenstern – Auslöser von Schimmelpilzbildung
in den Räumen? Richtig ist, dass in allen
Nutzgebäuden, egal ob gedämmt oder nicht gedämmt,
Feuchtigkeit entsteht, die auf irgendeine Weise nach
draußen gelangen muss. Wenn dies nicht gelingt,
kann sich Schimmel bilden. Für eine Schimmelpilzbildung
sind jedoch nicht gedämmte Wände und neue
Fenster verantwortlich. Die Entstehung von Schimmel
hängt eng mit den Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen
zusammen. Erst in einer Umgebung, in
der konzentriert Feuchtigkeit auftritt, finden SchimMythen
der energetischen Gebäudesanierung
melpilzsporen gute Bedingungen an kühlen Oberflächen.
Selbst bei moderater relativer Luftfeuchtigkeit
(z. B. 50 %) kann es zu feuchten Wänden kommen,
wenn diese zu kalt sind. Deshalb neigen insbesondere
Flächen zur Schimmelbildung, die Wärme schnell nach
außen transportieren. Als solche so genannte Wärmebrücken
wirken z.B. Deckenanschlüsse oder Ecken. Eine
äußere Wärmedämmung verringert die Wärmeverluste
nach außen sehr stark und erhöht so die Oberflächentemperaturen
der inneren Wände. Damit reduziert
sie das Risiko der Schimmelbildung erheblich. Bei
Gebäuden mit schwierigen Feuchtigkeitsverhältnissen
kann eine technisch korrekt ausgeführte äußere
Wärmedämmung eine langfristige Lösung darstellen.
Für gedämmte Gebäude mit hocheffizienten Fenstern
besteht nur bei lang anhaltender und hoher relativer
Luftfeuchtigkeit bspw. infolge von Bauschäden oder
groben Planungsfehlern, die Gefahr einer Schimmelpilzbildung.
Korrekt ausgeführt sind Maßnahmen zur
energetischen Sanierung nicht Teil des Schimmelproblems,
sondern Teil der Lösung.


Mythos 5: „Der Energieausweis ist ein überflüssiges bürokratisches
Instrument.“

In Anbetracht kontinuierlich steigender Heizkosten
wächst die Bedeutung des energetischen Zustands von
Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt massiv. Transparenz
bezüglich des energetischen Zustands hilft
deshalb Mietern und Käufern von Immobilien gleichermaßen.
Deshalb muss seit 2009 für jedes Wohngebäude
auf Wunsch eines potenziellen Mieters oder Käufers
ein Energieausweis ausgestellt und vorgelegt werden.
Trotz dieser Regelung kann einer Umfrage der Deutschen
Energie-Agentur (dena) zufolge derzeit nur etwa
ein Viertel aller Miet- oder Kaufinteressenten, die an
einer Besichtigung teilnehmen, einen Energieausweis
einsehen. Der Grund: Das Dokument wird immer noch
häufig als ein überflüssiges bürokratisches Instrument
angesehen. Das Gegenteil ist aber richtig. Der Energieausweis
kann eine wichtige Entscheidungshilfe für alle
Beteiligten sein. Er ordnet den energetischen Zustand
eines Gebäudes auf einer Farbskala von grün (gut) bis
rot (schlecht) ein und enthält konkrete kostengünstige
Modernisierungsvorschläge für die Reduzierung des
Energieverbrauchs. Anhand dieser Informationen können
Mieter und Käufer den energetischen Zustand eines
Gebäudes mit anderen Immobilien vergleichen. Der
Energieausweis hilft auch dem Hauseigentümer: Denn
er bietet eine Orientierungshilfe, um die Einsparpotenziale
im Gebäude zu identifizieren und entsprechend
zu nutzen. Darüber hinaus schafft der Energieausweis
gegebenenfalls einen Wettbewerbsvorteil. Denn
ein Eigentümer kann mit dem Energieausweis einen
energetisch wertvollen Zustand des Hauses konkret
belegen und dadurch die künftige Vermietbarkeit oder
Verkäuflichkeit seiner Immobilie verbessern. Mit dem
Inkrafttreten der Novelle der Energieeinsparverordnung
muss der Eigentümer den Energieausweis spätestens
bei der Besichtigung vorlegen oder gut sichtbar aushängen.
Wenn ein Kauf- oder neuer Mietvertrag zustande
kommt, muss dem Käufer bzw. dem Mieter der
Energieausweis im Original oder in Kopier unverzüglich
übergeben werden.


Mythos 6: „Das größte Einsparpotential liegt sowieso im Neubaubereich.“

Derzeit werden nach den Erhebungen des statistischen
Bundesamtes weniger als 130.000 Gebäude jährlich
in Deutschland neu errichtet. Dem stehen etwa 20
Millionen Bestandsgebäude gegenüber. Drei Viertel
dieser Bestandgebäude wurden bereits vor der ersten
Wärmeschutzverordnung 1979 erbaut und sind oft gar
nicht oder nur sehr unzureichend energetisch saniert.
Deshalb sind die Energieeinsparpotenziale gerade hier
enorm. Häuser, die mit heute marktüblichen Techniken
modernisiert werden, können ihren Energiebedarf
um bis zu 85 Prozent senken. Damit ist klar:
Selbstverständlich müssen Neubauten von vornherein
energieeffizient errichtet werden. Aber ohne dass die
Einsparpotenziale im Gebäudestand gehoben werden,
kann die Energiewende nicht gelingen.


Kontakt:
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Hackescher Markt 4 / Neue Promenade 3
10178 Berlin
Tel.: 030 2400867-0
info@duh.de
Stand: 14.11.2013
www.duh.de
Bildnachweis:
Titel: kasjato/fotolia.de,
S.2/3: Ingo Bartussek/fotolia.de

 

 

 

 


Deutsche Umwelthilfe Gebäudesanierung Teil 2

Im Original:

www.alligator.de/doc/doc_download.cfm


Energetische Gebäudesanierung –
Wider die falschen Mythen (Teil 2)

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. will mit diesem
Argumentationspapier mit den wichtigsten Vorurteilen
gegen die energetische Gebäudesanierung aufräumen
und dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen.

Energetische Gebäudesanierung –
Wider die falschen Mythen (Teil 2)

Die Energiewende wird medial hauptsächlich über erneuerbare
Energien und den Netzausbau bespielt. Energieeffizienz,
die laut Koalitionsvertrag zweite Säule der
Energiewende, wird weniger als Chance und mehr als
Problem beschrieben: Steigende Mietkosten nach der
Modernisierung, gesundheitsschädliche Auswirkungen
von Dämmungen oder geringere Energieeinsparungen
als erwartet sind häufig genannte Einwände gegen die
energetische Gebäudesanierung.
Doch nachhaltige Wärmeversorgung, insbesondere im
Gebäudebereich, ist von zentraler Bedeutung für den
Erfolg der Energiewende. In Deutschland ist der Gebäudesektor
für rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs
und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich.
Das bestehende energetische Einsparpotenzial
ist weiterhin groß.
Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass die
Bundesregierung ihre energie- und klimapolitischen
Ziele des Energiekonzepts verfehlen wird, wenn keine
zusätzlichen Maßnahmen implementiert werden.1
Im Gebäudebereich sind die finanziellen Anreize und
ordnungsrechtlichen Maßnahmen bisher nicht ausreichend,
um dieses bestehende energetische Einsparpotenzial
zu erschließen. Die energetische Sanierungsrate
ist weiterhin mit rund einem Prozent pro Jahr zu
niedrig.
Energetische Sanierungsmaßnahmen werden meist unter
dem Aspekt von „Risiken“ und finanziellen Lasten
diskutiert. Faktoren wie Wohnkomfort und klimapolitischer
Nutzen werden allenfalls beiläufig behandelt.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) möchte mit dieser
Publikation häufig genannte Vorurteile gegenüber der
energetischen Sanierung beseitigen. Sie schließt an
das im November 2013 veröffentlichte Argumentationspapier
„Energetische Gebäudesanierung – Wider
die falschen Mythen“ an. Ziel ist es, zu einer differenzierten
und sachlichen Darstellung beizutragen,
um potenziellen Sanierern Handlungsentscheidungen
zu erleichtern.

Mythos 1: Die Energiewende ist verantwortlich
für höhere Energiekosten der Privathaushalte
Die Belastungen deutscher Haushalte durch den Energieverbrauch
steigen kontinuierlich. Entgegen der öffentlichen
Wahrnehmung betrifft dies nicht Strom
allein, auch Wärme ist deutlich teurer geworden. Die
Ausgaben für beide Energien verdoppelten sich von
2000-2013.2 Strompreise und Stromverbrauch haben
mit einem Anteil von 25 Prozent jedoch nur einen
vergleichsweise geringen Einfluss auf die jährlichen
Energiekosten. 3 Die Heizkosten sind der entscheidende
Faktor. Sie machen mehr als 50 Prozent der jährlichen
Energiekosten aus.4 Der Heizenergiebedarf ist damit
die bedeutendste Stellschraube, um die Energiekosten
langfristig zu senken und den Geldbeutel zu entlasten.
Beeinflusst wird der Energieverbrauch für Wärme
in erster Linie von der energetischen Qualität eines
Gebäudes. Das Verbrauchsverhalten, die geographische
Ausrichtung und Lage (Klima) spielen dagegen
eine untergeordnete Rolle. Hier setzen energetische
Sanierungen an. Sie können den Energiebedarf im
Gebäudebestand reduzieren und die Energiekosten
deutlich senken.
Fazit: Höhere Energiekosten werden hauptsächlich
durch Wärmekosten verursacht. Energetische Sanierungen
können langfristig den Heizenergiebedarf und
damit die Kosten senken.

Mythos 2: Dämmstoffe haben eine schlechte Ökobilanz
In der Ökobilanz werden die Ressourceninanspruchnahme
und der Einfluss eines Dämmstoffs auf die
Umwelt über den gesamten Lebensweg, d.h. Bau,

Nutzung, Instandhaltung, Rückbau und Entsorgung,
betrachtet. Kriterien sind Rohstoffart, Energiebedarf
und CO2-Emissionen während der Herstellung sowie
der Entsorgung.5
Energiebilanz
Die sogenannte „Energiebilanz“ spielt bei der ökologischen
Beurteilung von Dämmmaterialien eine wichtige
Rolle. Oft wird argumentiert, dass für die Herstellung
und Verarbeitung von Dämmstoffen mehr Energie verbraucht
wird, als diese Materialien am Gebäude während
ihrer Nutzungsdauer einsparen. Untersuchungen
zeigen, dass sich der fossile Primärenergiebedarf für
die Herstellung je nach Material erheblich unterscheidet.
Besonders energieintensiv ist zum Beispiel die
Produktion von Schaumkunststoffen, für die eine große
Menge Erdöl benötigt wird. Weniger als ein Zehntel der
dafür verwendeten Energie reicht für die Herstellung
der Naturdämmstoffe Zellulose und Hobelspänen aus.
Einen besseren Vergleich des energetischen Nutzens
von Dämmstoffen ermöglicht die sogenannte „energetische
Amortisationszeit“. Dieser Begriff beschreibt
den Zeitraum, ab dem der Dämmstoff mehr Energie
einspart, als für seine Fertigung verbraucht wurde. Die
energetische Amortisationszeit ist von verschiedenen
Faktoren abhängig, beispielsweise von Dämmstoffart
und -dicke, Heizungstechnik und Klima des Standortes.
Das Karlsruher Institut für Technologie hat festgestellt,

dass die energetische Amortisationszeit eines Dämmstoffs
in der Regel deutlich unter zwei Jahren liegt.6
Fazit: Bei der Produktion von Dämmstoffen wird deutlich
weniger Energie benötigt, als sie während ihrer
Lebensdauer einsparen.
Ressourceneffizienz
Weitere wesentliche Anforderungen an einen Dämmstoff,
welche die Ressourceneffizienz letztendlich
bestimmen, sind eine lange Lebenserwartung und
eine hohe Umweltverträglichkeit über den gesamten
Lebenszyklus. Allgemeine Aussagen über die Ökobilanzen
einzelner Dämmstoffarten hinsichtlich Rohstoffeinsatz,
Schadstoffgehalt und CO2-Emissionen
sind aufgrund der großen Unterschiede der benutzten
Materialien, bezüglich der eingesetzten Ressourcen,
der Herstellungsorte und Verarbeitungstechniken, nur
bedingt möglich.
Umweltkennzeichen gewährleisten die Einhaltung
strenger Anforderungen an den Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Ein Beispiel ist das Umweltsiegel Blauer
Engel des Umweltbundesamtes. Mit dem Blauen Engel
ausgezeichnete Dämmstoffe wurden über die gesetzlichen
Bestimmungen hinaus schadstoffarm hergestellt
und sind gesundheitlich unbedenklich.
Fazit: Dämmstoffe mit Umweltsiegeln schonen die
Umwelt.

Mythos 3: Dämmmaterial verursacht Sondermüll
Nach Abriss eines Hauses wird jeglicher Bauschutt als
Sondermüll klassifiziert. Es sei denn, die einzelnen
Materialien werden sortenrein getrennt. Das trifft auch
für Dämmstoffe zu: Eine sortenreine Aufarbeitung
ermöglicht eine Weiternutzung.
Die Wiederverwendung ist vielfach möglich: Lose
Schüttdämmstoffe können in der Regel problemlos
ausgebaut, gereinigt und an anderer Stelle wieder verbaut
werden. Häufig werden sie auch von Herstellern
zurückgenommen und einem neuen Produktionsprozess
zugeführt.
Der Verschnitt von Mineralwolle und Polystyrolplatten
(Styropor) kann zu Granulat verarbeitet werden,
das anschließend entweder neu gepresst wird oder als
loser Dämmstoff Verwendung findet.
Alt-Polystyrol wird in gemahlener Form dem Produktionsprozess
von Leichtbeton beigemischt. Denn
auch nach dem Ende seiner primären Nutzung verliert
das Polystyrol nicht seine dämmenden Eigenschaften.
Grundsätzlich lassen sich die eingesetzten Rohstoffe
auch zurückgewinnen. Zum Beispiel können erdölbasierte
Polyole aus PU-Schaum mittels eines chemischen
Verfahrens (Acidolyse) gewonnen und neu
verarbeitet werden.
Beim Recyceln von Wärmedämmverbundsystemen
(WDVS) ist die Trennung der eng verbundenen Komponenten
Klebstoff, Dämmstoff und Putz eine Herausforderung.
Die mineralischen Komponenten der WDVS
können zerkleinert und anschließend im Straßenbau
eingesetzt werden.
Sind die beschriebenen Möglichkeiten der Mehrfachnutzung
erschöpft, bleibt noch die thermische
Verwertung der Dämmstoffe in Verbrennungsanlagen.
Dabei wird ungefähr die Hälfte der eingesetzten Energie
wieder freigesetzt.
Ein Sonderfall ist das vor 2014 verbaute Polystyrol:
Es ist häufig mit einem Brandschutzmittel namens
Hexabromcyclododecan (HBCD) behandelt, das wegen
seiner toxischen Wirkung jetzt verboten ist. Im Recyclingprozess
muss daher in Zukunft zwischen HBCDhaltigem
und HBCD-freiem Polystyrol differenziert
werden. HBCD-haltiges Polystyrol kann immer noch
thermisch verwertet oder mithilfe eines chemischen
Prozesses von dem Brandschutzmittel befreit und dann
wie beschrieben recycelt werden. Aktuell beschäftigen
sich die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für
Verfahrenstechnik und Verpackung mit der Umsetzung
und Optimierung dieses Verfahrens.
Fazit: Ausgediente Wärmedämmmaterialien können
wiederverwertet oder zumindest als Brennstoff entsorgt
werden.

Mythos 4: Fassadendämmung hält nicht lange
Dämmstoffe werden für einen sehr langen Zeitraum
eingebaut, bis hin zu einigen Jahrzehnten. Die Langzeitstabilität
von Dämmstoffen und die Betrachtung
von Alterungsprozessen sind wichtige Kriterien bei der
Wahl eines Dämmstoffs. Am häufigsten in der Kritik
steht die Fassadendämmung. Das Fraunhofer Institut
für Bauphysik (IBP) hat in einer Langzeitstudie herausgefunden,
dass Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)
hinsichtlich ihrer Lebensdauer nicht schadensanfälliger
sind als ungedämmte Fassaden.7 Außerdem konnte die
Behauptung widerlegt werden, dass gedämmte Fassaden
bei mechanischer Einwirkung leichter Schaden
nehmen als konventionell verputzte Außenwände. Nach
Ansicht der Wissenschaftler sind defekte WDVS vor
allem auf eine fehlerhafte Planung und Konstruktion
zurückzuführen. Diese Einschätzung wird durch eine
Untersuchung des Instituts für Bauforschung e.V. aus
dem Jahr 2011 bestätigt.8 Darin wurden Schadensfälle
aus dem Bereich „Energetische Gebäudesanierung“
analysiert, um Fehler- und Mängelschwerpunkte zu
identifizieren. Schäden im Bereich WDVS entstehen
durch die Verwendung von nicht geeigneten Baustoffen.
Aus einer unzureichenden Umsetzung können dann
bauliche Mängel entstehen. Durch eine fachgerechte
Planung und sachgerechte Verarbeitung lässt sich ein
dauerhaftes Resultat erzielen.
Fazit: Bei Verwendung geeigneter Dämmstoffe und
passender Montageverfahren wird die prognostizierte
Lebensdauer von Fassadendämmungen ausgeschöpft.

Die vielfach kritisierte Algenbildung an gedämmten
Außenwänden hat keinerlei Einfluss auf die Haltbarkeit
eines Dämmsystems. Nach Erkenntnissen des Instituts
für Wohnen und Umwelt sind gedämmte Fassaden zwar
etwas anfälliger für mikrobiellen Bewuchs, jedoch
stellt dies lediglich ein ästhetisches Problem dar. Eine
gedämmte Fassade, deren Oberfläche durch Tau oder
Regen feucht wird, trocknet nicht so schnell, weil
weniger Wärme durch die Wand dringt. Die länger
andauernde Oberflächenfeuchte kann dann Nährboden
für Algenwuchs sein. Nach Erkenntnissen des IBP können
Algen grundsätzlich an allen Fassaden auftreten.
Ob eine Hauswand grün wird, hängt von verschiedenen
Faktoren ab: Lage, Witterung und Luftqualität.
Bei dichter Bebauung tritt Veralgung seltener auf als
in durchgrünten Gebieten. In Innenstädten bieten
sich die Gebäude gegenseitig Schutz vor der Witterung
und die relative Luftfeuchtigkeit ist geringer.
Häufige Nebellagen oder eine Verschattung durch
Baumbestand verzögern eine Trocknung der Fassade
zusätzlich. Die Wahrscheinlichkeit von Algenbildung
ist hier größer.
Wer sich vor Bewuchs der Fassade schützen möchte,
sollte folgendes beachten:
»» Die Belastung durch Kondenswasser ist bei einer
dickeren Putzschicht aufgrund einer besseren
Wärmespeicherkapazität geringer als bei einer
dünnen Putzschicht.
»» Der Dachüberstand sollte auch nach der Anbringung
einer Außendämmung noch über die
Fassade hinausreichen, um diese vor Schlagregen
zu schützen. Dies gilt auch für Überstände an
Fensterbänken.
»» An kritischen Stellen – wie an die Fassade
angeschlossene Vordächer oder Stufen –sollte
sichergestellt sein, dass das Regenwasser gut
abfließen kann.
»» Fassadenputz auf mineralischer Basis ist weniger
anfällig für mikrobiellen Befall.

Fazit: Algenbewuchs von Fassaden tritt nicht nur auf
gedämmten Fassaden auf und kann durch bauliche
Maßnahmen vermieden werden.

Mythos 5: Dämmung ist gesundheitsgefährdend
Wie bei allen Baustoffen müssen potentielle Gesundheitsrisiken
identifiziert und vermieden werden. Je
nach Material sind konkrete Empfehlungen zum Gesundheitsschutz
zu beachten.
Mineralwolle und Polystyrol haben zusammen einen
Marktanteil von 85 Prozent. Viele der kritischen Aussagen
zur Gesundheitsverträglichkeit beziehen sich
auf diese beiden Stoffgruppen.
Polystyrol: Fabrikneue Polystyrol-Platten setzen Emissionen
frei, die als gesundheitsschädlich eingestuft

werden. Daher dürfen Sie auch erst nach vierwöchiger
Lagerung in den Handel gelangen. Um ein Gesundheitsrisiko
zu vermeiden, empfiehlt das Institut für Wohnen
und Umwelt den Einbau von Polystyrol erst nach drei
Monaten. Ihren Untersuchungen nach verringerten
sich die Styrolkonzentrationen rasch nach dem Einbau.
Polystyrol gilt dann als nicht gesundheitsgefährdend.
Mineralwolle: Seit Juni 2000 dürfen in Deutschland
nur noch Mineralwolle-Dämmstoffe eingesetzt werden,
die als gesundheitlich unbedenklich gelten. Diese
zeichnen sich z.B. durch das RAL-Gütezeichen aus.9
Bei Produkten aus dem Ausland ist darauf zu achten,
dass diese die gleichen Kriterien erfüllen. Generell
sollte Mineralwolle nur mit Schutzkleidung und Atemschutz
verarbeitet und Staubentwicklung unbedingt
vermieden werden. Bei der Innendämmung müssen
sämtliche Fugen dicht verschlossen werden, um die
Freisetzung von Fasern in den Wohnraum zu vermeiden.
Werden Mineralfasern nach den entsprechenden Vorschriften
verbaut, entstehen keine Gesundheitsgefahren
für die Bewohner.
Eine gute Orientierung bieten RAL-Gütezeichen wie
der der Blaue Engel.10 Das Umweltzeichen wird an
unbedenkliche Dämmstoffe vergeben.
Wichtige umwelt- und gesundheitsbezogene Daten der
einzelnen Baustoffgruppen veröffentlicht die unabhängige
Datenbank wecobis.de.11
Bei organischen Außenputzen können zur Vermeidung
von Algenbewuchs Biozide zugemischt sein. Die eingesetzten
Chemikalien sind wasserlöslich. Bei Regen
können sie ausgewaschen werden und gelangen in
den Boden und angrenzende Gewässer. In welcher
Konzentration sich die Chemikalien im Wasser wiederfinden,
hängt mit der Materialrezeptur und der
Zusammensetzung der Biozide zusammen. Unsicher
ist, welche tatsächlichen Folgen sie für Mensch und
Umwelt haben.
Technisch besteht die Möglichkeit die Stoffe zu verkapseln.
Dadurch wird ihre Auswaschung verzögert.

Fassadenputz auf mineralischer Basis ist weniger anfällig
für mikrobiellen Befall und kommt mit weniger
Bioziden aus.12

Fazit: Eine Gefährdung der Gesundheit kann bei Polystyrol
nach 3 Monaten Lagerung ausgeschlossen
werden. Mineralwolle muss den Kriterien des Umweltzeichens
entsprechen und fachmännisch eingebaut
werden. Eine Gesundheitsgefährdung ist bei organischem
Außenputze auszuschließen, wenn sie keine
auswaschbaren Biozide enthalten.

Mythos 6: Gedämmte Fassaden vereinheitlichen
das Straßenbild und gefährden die denkmalgeschützten Gebäude

Es existieren vielseitige Möglichkeiten der Innen- und
Außendämmung, die selbst bei Häusern mit einer
verzierten Fassade angewendet werden können. Zahlreiche
Beispiele zeigen, dass Wärmedämmung und gute
Gestaltung keine Gegensätze sind, wenn professionelle
und individuelle Konzepte erarbeitet werden. Dies
ermöglicht die qualitativ hochwertige Beratung.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden liegt die beste
Lösung meist in einem Kompromiss und in einer Kombination
aus verschiedenen Einzelmaßnahmen. Es kann
keine allgemeingültigen Konzepte zur energetischen
Sanierung geben, sondern es muss im Einzelfall entschieden
werden. Auch hier gilt: Denkmalschutz und
energetische Sanierung schließen sich nicht aus.
Grundlage für ein gutes Ergebnis ist die ganzheitliche
Betrachtung eines Gebäudes. Der historische
Wert eines Hauses gibt den Spielraum für energetische
Sanierungen vor.
Die KfW-Bank bietet für denkmalgeschützte Gebäude
spezielle Förderbedingungen an, die auf die beson-

deren Erfordernisse dieser Gebäude zugeschnitten sind.
Informationen dazu gibt es online unter: Energieeffizient
wohnen in Baudenkmalen.13
Eine Expertenliste der „Energieberater für Baudenkmale“
von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger ist
unter energieberater-denkmal.de einzusehen.14
Der „Leitfaden energetisches Sanieren gestalten“ vom
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
zeigt anschaulich, wie sich bei einer energetischen
Sanierung architektonisch gelungene Lösungen
finden lassen.15

1 Prognos, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität
zu Köln, Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung
mbH (2014): www.bmwi.de/DE/Mediathek/
publikationen,did=644920.html
2 Statistisches Bundesamt 2013, Statista 2013
3 Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz (2012): Energie sparen bei Heizung
und Strom des IWU: www.stromspar-check.nrw.de
online-hilfsmittel-zum-strom-sparen-24023.asp
5 Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (2009):Gebäude aus
Lebenszyklusperspektive - Ökobilanzen im Bauwesen:
publica.fraunhofer.de/dokumente/N-93375.html
6 Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
(2014): www.kea-bw.de/shop/detailansicht/
products[cat]=7&tt_products[begin_at]=10&tt_products[pro
duct]=237&cHash=e06980d6e4d2b497633848ca47d7ead0
7 Das Fraunhofer Institut für Bauphysik (2005): www.
ibp.fraunhofer.de/content/dam/ibp/de/documents/Publikationen/
IBP-Mitteilung/461_tcm45-654461.pdf
8 Institut für Bauforschung e.V. (2012): www.bdew.de
internet.nsf/id/DE_Studie-zu-Schaeden-beim-energieeffizienten
9 www.ral-mineralwolle.de/ral-guetezeichen-4.html
10 www.blauer-engel.de
11 www.wecobis.de/bauproduktgruppen/daemmstoffe.
html
12 Burkhardt, Michael (2009): Schadstoffe aus Fassaden,
13 www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/
Energetische-Sanierung/KfW-Effizienzhaus-
Denkmal
14 www.energieberater-denkmal.de
15 www.bbsr.bund.de/cln_016/nn_627458/BBSR/
DE/Veroeffentlichungen/BMVBS/Sonderveroeffentlich ungen/
2010/EnergetischesSanierenGestalten.html


Speicher- und Kellerdeckendämmung

Im Original: 

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In älteren Häusern sind ungedämmte Dächer und Kellerdecken keine Seltenheit und verursachen große Wärmeverluste. Modernisierungen sorgen für mehr Behaglichlichkeit und garantieren eine Heizkostenersparnis. Effiziente Dämmung ist seit Einführung der Energie-Einsparverordnung (EnEV) in aller Munde. Doch dazu gehört nicht nur die Dämmung der Gebäudeaußenhülle, sondern auch die Dämmung von ungeheizten Kellern und Garagen sowie der obersten Geschossdecke. In den meisten Fällen lässt sich eine nachträgliche Speicher- oder Kellerdeckendämmung problemlos durchführen.

Speicherdämmung Eine effiziente Dachdämmung beeinflusst die Temperatur im Haus auf natürliche Weise. Im Sommer halten gut gedämmte Dachräume eine angenehme Innentemperatur in darunter liegenden Wohnräumen. Im Winter schützt die Dachdämmung vor Wärmeverlusten und hohen Energiekosten. Trotz niedriger Außentemperatur bleiben die Wohnräume angenehm warm. Kellerdeckendämmung Eine nachträgliche Kellerdeckendämmung überzeugt durch den geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand bei größtem Nutzen. Das Raumklima in darüber liegenden Wohnräumen wird verbessert. Es ist nicht mehr fußkalt! Die Kellerräume erlangen zudem eine optisch ansprechende Deckenoptik. 

Aktiver Umweltschutz Vor allem für Besitzer älterer Häuser ist die Dach- und Deckendämmung eine geeignete Möglichkeit, die Immobilie nachträglich mit einem modernen Energiekonzept aus zustatten und die gesetzlichen Anforderungen an den Wärmeschutz lt. Energie - Einsparverordnung zu erfüllen. Diese Investition steigert den Wert des Hauses, trägt zu mehr Behaglichkeit und weniger Heizkosten bei und leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Speicherdämmplatten

Zur energetischen Dämmung der Wohn räume gegen über ungedämmten Dach speichern/Dach böden sind die hand - lichen Speicher dämmplatten genau das Richtige. Mit dem praktischen Click-Kantensystem garantieren die Speicherdämmplatten eine schnelle und einfache Verarbeitung. Dabei greifen Nut- und Federelemente fugenfrei ineinander und ergeben eine stabile, mechanische Ver bindung ohne Verklebung. Das Resultat ist neben der perfekten Dämmung ein optisch ansprechender, begeh- und belastbarer Bodenbelag mit erhöhtem Schutz gegen Feuch tigkeit und Verschmutzung. Es stehen - je nach Anforderung - mit den Speicherdämmplatten EPS WLG 035 Click und PUR WLG 023 Click zwei verschiedene Dämm stoffarten zur Auswahl. Die zusätzliche Stufen falz im Dämmstoff vermindert Wärmebrücken.

Verarbeitung
Fußboden auf Unebenheiten prüfen und Höhenmaß festlegen
Trennung der Speicherdämmplatten von Wänden und Bauteilen z. B. mit Randdämm streifen
Ggf. vorherige Trockenschüttung mit Perlite, getrocknetem Quarzsand o. Ä. mit Richtlatte glatt abziehen
Beginnend mit der Federseite zur Wand im Verband verlegen. Kreuzfugen vermeiden
Zuschnitt ideal mit Stichsäge oder Handkreissäge

Kellerdeckendämmplatten

Die energetische Dämmung der Keller decke verhindert nicht nur Wärmeverluste, sondern trägt durch eine höhere Fuß - bodentemperatur zur Wohlfühlatmosphäre in den Wohnräumen des Erdgeschosses bei. Die Kellerdeckendämmplatten garantieren eine optimale Wärmedämmung und eine rationelle Verarbeitung. Es stehen - je nach Anforderung - mit den Kellerdeckendämmplatten EPS 035 DI und MW 035 PLUS zwei verschiedene Dämmstoffarten zur Auswahl. Die Kellerdeckendämmplatte EPS 035 DI besteht aus schwerentflammbarem, weißem Polystyrol WLG 035 und die MW 035 PLUS aus nichtbrennbarer, vorbeschichteter Mineralwolle WLG 035. Bei der EPS 035 DI sind vereinzelte Einschlüsse von grauem Polystyrol unvermeidbar und stellen keinen Mangel dar.

Verarbeitung
Rohdecke auf Tragfähigkeit prüfen
Bei Altbeschichtungen ist die Verträglichkeit mit dem Kleber zu prüfen
Die Verklebung erfolgt im Verband
Vollflächige Verklebung auf ebenen Untergründen (Zahnung 10 x 10 mm) möglich
Verdübelung mit 1 - 2 Tellerdübeln in der Plattenmitte bei nicht tragfähigen Untergründen oder zusätzlicher Armierung erforderlich
Schlussbeschichtung zur Verbesserung der Optik ist empfohlen (Dispersions- oder Silikatfarben im Airless-Verfahren)

Vorteile:

• Rationelle Verarbeitung
• Handliche Plattenmaße
• Geringer Aufwand - große Wirkung
• Behagliches Raumklima
• Deutliche Energieeinsparung
• Aktiver Umweltschutz